Eisen(sulfid)-Knollen

Die auf dem Tall gehäuft auftretenden Eisen(sulfid)-Knollen sind in den in der Umgebung anstehenden Kreideformationen als Pyritkonkretionen anzutreffen. Mehrfach wurde auch hell- und dunkelrotes Eisenoxid von vollständig durchkorrodierten (-oxidierten) Knollen (TZ 12504) gefunden. Da sich rotes Eisenoxids auch an einem Pistill (TZ 15449-001; Basalt) und auf verschiedenen Reibschalen bzw. -steinen befand, wurde dieses Material offensichtlich als Mineralfarbe für z.B. Kosmetika, Wandbemalungen oder Keramiken verwendet. So besteht laut REM- Analyse (Deutsches Bergbaumuseum Bochum) die rote Bemalung des bunten Keramikkruges TZ 2989 aus 36% Fe2O3 (die schwarze aus 9% und 7% MnO bzw.Fe2O3 und die weiße aus 45 % CaO).

Rötel

Es wurden leichte, intensiv rote, weiche Mineralstücke gefunden, die ganz offensichtlich zum Malen verwendet wurden. Eines davon liegt in ausgeprägt quaderförmiger Form vor und hat am Ende ein Loch zum Auf- oder Umhängen. Mit diesen Stiften ließ sich sehr leicht ein intensives Rot auftragen. Die chemische Analyse lässt erkennen, dass es sich um „Rötel“ handelt (Ca-, Fe-, Aluminiumsilikat).


Eisen(sulfid)- Knollen
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Pyritkonkretionen in Kreideformation (Weg nach Gadara)

>> zur Bildergalerie  Eisen und Rötel

(Text: Dr. Wolfgang Auge/ Fotos: BAI, DEI)

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