Schliessen  Fenster schliessen
Drucken  Drucken
 
Gadara Region Project
20.08.2017

 

 

Das Gadara Region Project - Landschaftsarchäologie in Jordanien

Im Nordwesten des heutigen Staates Jordanien befindet sich die antike Dekapolis-Stadt Gadara. Ihre Ruinen wurden insbesondere von deutschen, jordanischen und japanischen Archäologen schon weitgehend ausgegraben. Der antike Ort liegt unmittelbar neben dem modernen Dorf Umm Qais. Jedes Jahr besichtigen Tausende Besucher aus dem In- und Ausland den auch im Neuen Testament benannten Ort und genießen den atemberaubenden Ausblick nach Nordwesten über den See Gennezareth oder nach Süden ins tief eingeschnittene Wadi al-'Arab.


Das Gadara Region Project untersucht den unteren Teil des Wadi al-'Arab mitsamt seinem Tributär, dem Wadi Zahar. Die archäologische Erforschung dieses etwa 25 Quadratkilometer großen Gebietes begann 2001 durch das Biblisch-Archäologische Institut Wuppertal. Seit 2004 beteiligt sich das DEI Amman und seit 2006 auch das DEI Jerusalem an den Forschungen. Das ganze Projekt ist auf etwa 20 Jahre angelegt.

Ziel ist es, die vielfältigen Kulturen aus vielen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte in dieser geopolitisch herausgehobenen Landschaft - der Wadi al-'Arab-Region - zu erforschen. Das landschaftlich sehr reizvolle Wadi war in der Vergangenheit die herausgehobene Verbindung zwischen dem Mittelmeerbereich und Transjordanien.

Der wichtigste Ort im Wadi al-'Arab ist der Tall Zira'a. Der Kulturschutthügel hat einen Durchmesser von ca. 200 m. Sein höchster Punkt liegt 17 m unter dem Meeresspiegel.
 

© 2017 · Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung nur mit Genehmigung